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Ein Leben von bleibendem Wert
Der Sommer 2024 ist mal wieder ein richtiger „Sportsommer“ – mehrere bedeutende Wettbewerbe und Turniere bestimmen die Berichterstattung in den Medien so sehr, dass andere Nachrichten in den Hintergrund rücken: Sowohl das Champions-League- als auch das Europa-League-Finale fanden im Mai mit deutscher Beteiligung statt, im Juni/Juli die Fußball-EM im eigenen Land, parallel dazu das Tennis-Turnier in Wimbledon und die Tour de France; und jetzt im August schließlich noch die Olympischen Spiele in Paris. Bei aller Begeisterung, die auch ich für den einen oder anderen sportlichen Wettkampf aufbringen kann, stellt sich doch die Frage: Was bleibt?
Zunächst einmal steht fest: Der Ruhm für einen Titelgewinn wird nur wenigen Teams bzw. Sportlern zuteil. An zweite, dritte oder gar vierte Plätze erinnert sich niemand mehr … das war schon in antiker Zeit so – damals gab es noch nicht einmal Medaillenränge, wie auch diese Bibelstelle bestätigt: „Wisst ihr nicht, dass die, die in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber einer den Preis empfängt?“ (1. Kor 9,24)
Auch wenn man den Fokus auf die Siegerteams richtet, erinnert – je nach Häufigkeit des Sportereignisses – maximal vier Jahre lang ein entsprechender Titel bzw. ein Emblem auf dem Trikot an den Titelgewinn. Wer vor fünf oder zehn Jahren die Tour de France gewonnen hat, interessiert im laufenden Jahr kaum jemanden – es weiß nur noch der Experte oder ein Statistikfreak. Ob Frankreich, Italien oder Spanien vor drei oder acht Jahren die EM gewonnen hat, ist im Blick auf den aktuellen Europameister Spanien für kaum jemanden mehr interessant. Schließlich gilt dieses Verblassen des Ruhms insbesondere für die Olympiasieger der verschiedensten (Rand-) Sportarten – ob Hindernislauf, Fechten, Kajak oder Volleyball, die Sieger sind nur einem sehr kleinen Kreis bekannt und werden in diesem Jahr wieder von neuen Siegern abgelöst. Paulus nennt diesen Umstand des allzu schnell verblassenden Ruhms eine „vergängliche Krone“ (1. Kor 9,25). Ein Siegeskranz aus Lorbeerblättern, den man im ersten Jahrhundert nach Christus als Gewinner eines Wettkampfes bekam, verwelkte nicht nur schnell, sondern war auch vor dem Hintergrund der eben beschriebenen, schnellen Ablösung durch einen neuen Sieger kein Zeichen eines dauerhaften Triumphes.
Das Leben eines Christen wird an der zitierten Stelle im 1. Korintherbrief (und auch an anderen Stellen im Neuen Testament) von Paulus mit einem Sportler verglichen, der an einem Langstreckenlauf teilnimmt. Dazu drei Fragen:
- Bist du auf der Rennbahn dabei?
- Bist du dankbar für die Zugehörigkeit zum Siegerteam?
- Bist du mit der Einstellung eines siegreichen Athleten unterwegs?
Die Antwort auf die erste Frage ist die wichtigste überhaupt: Jeder Mensch ist auf einer Rennbahn unterwegs – doch ohne eine bewusste Entscheidung für ein Leben mit dem Herrn Jesus, d.h. ohne Bekehrung, gleicht das Leben eines unbekehrten Menschen einem „Rennen ins Geschoss“ (Hiob 33,18). Weil Gott nicht will, dass irgendwelche verloren gehen (2. Pet 3,9), wartet er heute noch auf deine Umkehr, auf dein persönliches Schuldbekenntnis und darauf, dass du den Herrn Jesus im Glauben als deinen Retter annimmst.
Viele Leser werden die erste Frage bereits mit „Ja“ beantwortet haben und vor der zweiten Frage stehen, die sich auch mir immer wieder neu stellt: Bin ich dankbar dafür, dass am Ende meiner Rennbahn eine unvergängliche Krone wartet? Ganz unterschiedliche Kronen werden in den Briefen des Neuen Testamentes denjenigen verheißen, die dem Herrn Jesus nachfolgen – das ist ein eigenes Studium wert (z.B. mithilfe des Artikels „Drei erstrebenswerte Kronen“ auf Seite 18). Eins aber haben diese Kronen gemeinsam: Sie sind unvergänglich. Und noch etwas: Die Kronen werden nicht nur den „Hochleistungschristen“ (man merkt sofort, dass das kein biblischer Ausdruck ist) versprochen oder überreicht, sondern z.B. denjenigen, die die Erscheinung des Herrn Jesus lieben (vgl. 2. Tim 4,8). Dankst du neu für die Zugehörigkeit zu diesem „Siegerteam“, das dem Sieger von Golgatha gehört?
Die dritte Frage hat mit der hauptsächlichen Stoßrichtung des Apostels Paulus zu tun, die er unter der Leitung des Heiligen Geistes in 1. Korinther 9,24-27 verfolgt: Wie laufen wir als Christen? Sollten wir uns nicht – im Vergleich mit den Sportlern, die keine Strapazen scheuen („enthaltsam in allem“), um eine vergängliche Krone zu gewinnen – erst recht voll „reinhängen“, um den himmlischen Kampfpreis zu gewinnen?! Wir laufen schließlich nicht „wie aufs Ungewisse“, sondern mit klarem Ziel vor Augen: Unser Leben soll etwas von demjenigen widerspiegeln, der als Anfänger und Vollender des Glaubens bereits das Ziel erreicht hat (vgl. Heb 12,1-3). Seine Entschiedenheit und seine Hingabe sind zugleich Vorbild und Maßstab für unser Glaubensleben, unseren Lauf in der Rennbahn.
Wenn wir die erste Frage freudig mit „Ja“ beantworten können und die weiteren Fragen (vielleicht wieder neu motiviert) ebenfalls mit „Ja“ beantworten, halten wir abschließend dankbar fest: Solch ein Leben hat bleibenden Wert! Oder um es mit den Worten des Apostels Johannes zu sagen: „Die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit“ (1. Joh 2,17).
Wisst ihr nicht, dass die, die in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber einer den Preis empfängt? Lauft nun so, dass ihr ihn erlangt. Jeder aber, der kämpft, ist enthaltsam in allem; jene freilich, damit sie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber eine unvergängliche. Ich laufe daher so, nicht wie aufs Ungewisse; ich kämpfe so, nicht wie einer, der die Luft schlägt; sondern ich zerschlage meinen Leib und führe ihn in Knechtschaft, damit ich nicht etwa, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde.
1. Korinther 9,24-27
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